Architektonische Spurensuche auf eigene Faust
In der deutschen Hauptstadt ist eine architektonische Spurensuche eher eine architektonische Verfolgungsjagt. Ob man will oder nicht, überall begegnen einem markante Zeitzeugen historischer und moderner Architektur. Am besten nimmt man sich also ein ganz bestimmtes Thema vor, heute z. B.
Berliner Bahnhöfe
Abgesehen von den zahlreichen S- und U-Bahnhöfen in der Stadt, von denen auch viele eine beeindruckende Architektur vorweisen können, verfügt die Stadt über mehrere Fernbahnhöfe. Einige davon existieren leider nicht mehr, wie der erste Bahnhof von Berlin, der Potsdamer Bahnhof, der 1838 von Kaiser Wilhelm I eröffnet wurde. Ihm folgten weitere 10 Bahnhöfe in der Stadt, meist Kopfbahnhöfe, die nach der Richtung benannt waren, in welche die Züge von hier aus fuhren: der Lehrter Bahnhof, der Anhalter Bahnhof, der Hamburger Bahnhof, der Stettiner Bahnhof, der Görlitzer Bahnhof, Frankfurter Bahnhof usw. Alle wurden im 2. Weltkrieg dem Erdboden gleichgemacht. Die ehemaligen Bahnhofsgelände, sind nun teilweise mit Apartment Berlin bebaut, in Museen oder in Parks verwandelt worden, und einige wurden wieder ins S-Bahnnetz integriert oder durch neue Bahnhöfe ersetzt
Heute halten die Fernzüge am Bahnhof Zoo, am Alexanderplatz, am neuen Hauptbahnhof (ehem. Lehrter Bahnhof), am Bahnhof Friedrichstraße, am Ostbahnhof, in Lichtenberg oder in Spandau. Man kann seine Streifzüge durch die Berliner Bahnhofsarchitektur bequem mit der S-Bahn absolvieren, am besten kauft man sich dafür eine Tageskarte der BVG und nimmt sich 2 Tage Zeit. Wer niemanden in Berlin mit einer Schlafcouch kennt, findet sicherlich in der Nähe irgendeines Bahnhofes eine günstige Übernachtung.